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Altersempfehlung: U
Eine witzige kleine Geschichte für
den "Herzlichen Glückwunsch, Severus!" Fan Fiction Wettbewerb von "The Potion Master's Muse" (Yahoo
Group).
Dies waren die
Wettbewerbsregeln:
Die Ausgangssituation:
Snape hat Geburtstag! Wie wird er den Tag verbringen?
Die Regeln:
• Muss in 60 Minuten oder weniger geschrieben warden – inclusive
Überarbeitungen!
• Kann Snape zusammen mit einem OFC zeigen oder einem weiblichen Charakter
aus
Harry Potter, die aber keine Schülerin ist. (NEIN, auch nicht Hermine aus
der Zukunft!),
muss aber nicht
• Kann seine Kollegen beinhalten
• Muss zeigen wie Snape seinen Geburtstag feiert (oder eben das Fehlen einer
“Feier”)
• Muss mindestens einen Kommentar von Dumbledore enthalten, der Snape nervt
Baue mindestens 3 der folgenden Dinge in die Geschichte ein:
o Snape sagt: “Aber natürlich bin ich ein Steinbock. Bestand da etwa jemals
ein
Zweifel?”
o Eine Gruppe “The Potion Master’s Muse”-Mitglieder o.ä. stehen Schlange, um
ihm zu
gratulieren.
o Snape zeigt sich verächtlich, als er einen Geburtstagskuchen erhält, isst
aber dann
heimlich ein Stück, wenn niemand zuschaut.
o Snape sagt: “Ich ziehe es vor, in privatem Kreis zu feiern.”
o Snape sagt: “Wenn es sein muss...”
o Draco Malfoy platzt zu einem ungünstigen Zeitpunkt in Snapes Büro
o Jemand macht einen Witz über Snapes Alter…und bereut es.
o Minerva McGonagall ist Waage
o Snape bekommt eine beschämend große Menge an Geburtstagseulen.
Was zu viel
ist, ist zu viel
Severus Snape blieb wie angewurzelt stehen, als er vor dem Unterricht das
Lehrerzimmer betrat. Wie in Merlins Namen hatten sie es nur herausgefunden?
Er hatte es erfolgreich all die Jahre verheimlicht, auch wenn Dumbledore ihm
immer wieder diesbezüglich in den Ohren gelegen hatte und Trelawney ihm
etliche Male angeboten hatte, sein persönliches Horoskop zu berechnen. Er
runzelte die Stirn beim Anblick der bunten Girlanden, die sich über den
Köpfen der Lehrer kreuz und quer durch das Lehrerzimmer spannten und las mit
einem verächtlichen Schnauben das riesige, glitzernde Banner: “Herzlichen
Glückwunsch, Severus!!!”
Er zuckte zusammen, als direkt neben ihm ein Sektkorken knallte. Professor
Vector zuckte entschuldigend mit den Schultern und goss etwas Sekt in ein
Glas, dass sie ihm reichte. Geistesabwesend nahm Snape das Glas und schaute
in die lächelnden Gesichter seiner Kollegen. Sie alle hatten Gläser in den
Händen und hatten sich lustige Papphütchen aufgesetzt.
Dumbledore, der ein besonders lächerliches grün-gestreiftes Exemplar trug,
hob sein Glas und sagte: „Trinken wir auf ein wohlgehütetes Geheimnis.
Herzlichen Glückwunsch, Severus. Mögest du in deinem neuen Lebensjahr immer
von Freunden umgeben sein.“
“Eigentlich, Herr Direktor”, murmelte Snape verärgert, “ziehe ich es vor, in
privatem Kreis zu feiern.” Dumbledores letzte Bemerkung klang in seinen
Ohren mehr nach einem Fluch als nach einem guten Wunsch. Konnten die Leute
ihn nicht einfach in Ruhe lassen?
“Herzlichen Glückwunsch!” riefen die anderen im Chor und übertönten die
gemurmelte Missmutsäußerung des Zaubertränkelehrers. Dann tat es einen
lauten Knall und ein Feuerwerkskörper explodierte über Snapes Kopf und ließ
eine dichte Wolke bunten Konfettis auf ihn herabregnen. Bunte
Papierschnipsel blieben in seinen Haaren und dem Stoff seiner Robe hängen.
“Bitte, lass sie nicht auch noch singen”, dachte Snape verzweifelt, als ein
verräterisches vielstimmiges Räuspern durch den Raum ging. Aber es war zu
spät.
Nach drei qualvollen Wiederholungen von “Happy birthday to you” hoffte Snape
schon, dass die Grausamkeit damit ein Ende hätte, als Dumbledore beschwingt
und fröhlich “For he’s a jolly good fellow” zu schmettern begann.
Snape krümmte sich innerlich und, hätte es sich nicht um den Direktor
höchstpersönlich gehandelt, hätte er in diesem Moment auf der Ferse kehrt
gemacht und wäre aus dem Lehrerzimmer gestürmt.
Endlich, nach einer Weile, die ihm wie eine Ewigkeit erschienen war, hatten
seine Kollegen ihr Lied beendet und ein Kichern und Geplapper durchlief den
Raum. Snape wollte schnell zu seinem Fach laufen, um zu sehen, ob es
Mitteilungen oder Schülerarbeiten gab und dann so schnell wie möglich in
sein Klassenzimmer flüchten. Doch es war ganz und gar vergeblich, von allen
Seiten rückten nun die Kollegen ein, um ihm die Hand zu schütteln, ihm
freundschaftlich auf die Schulter zu klopfen und ihm zu gratulieren.
Irgendjemand versuchte von hinten, ihm einen Papphut aufzusetzen, aber Snape
schob unwirsch Hand und Hut beiseite
“Der 9. Januar, Serverus. Dann bist du ein Steinbock, nicht wahr?” fragte
Minerva McGonagall, während sie seine Hand schüttelte.
“Aber natürlich bin ich ein Steinbock. Bestand da etwa jemals ein Zweifel?”
grunzte Snape, inzwischen ziemlich am Ende seiner Geduld angelangt.
“Wir hatten Wetten abgeschlossen und die meisten hatten sich auf Skorpion
festgelegt”, sagte McGonagall gut gelaunt. “Ich hätte ja eigentlich auf
Jungfrau getippt. Meine Mutter hat immer behauptet, ich würde mal einen
Steinbock heiraten.” Sie lachte. “Aber ich glaube, Waage und Steinbock
passen eigentlich gar nicht zusammen.”
Snape hob eine Augenbraue, als er ihr mädchenhaftes Kichern und das leichte
Lallen in ihrer Stimme bemerkte. “Wie viele davon hatten Sie denn schon,
Professor?” sagte er spöttisch und zeigte auf ihr halbleeres Sektglas.
“Ein paar”, kicherte McGonagall. “Ich trinke gewöhnlich nicht und muss
zugeben, ich fühle mich leicht beschwipst.”
“Nun, entschuldigen Sie mich, ich habe noch zu arbeiten”, sagte er kurz
angebunden und versuchte abermals sein Fach zu erreichen.
Allerdings wurde er nun von Dumbledore abgefangen, der eine große, mit Sahne
gefüllte Geburtstagstorte trug. Die Torte war liebevoll mit dem
Slytherin-Wappen und kleinen grünen Marzipan-Schlangen geschmückt und mit
brennenden grünen Kerzen besteckt.
“Na los, Severus. Blas sie aus und wünsch dir etwas”, sagte Dumbledore
fröhlich. Snape schnaubte verächtlich.
“Ja, Severus, mach schon”, mischte sich Madam Hooch ein, und stupste ihm
sachte den Ellenbogen in die Seite. “Sie alle auf einmal auszublasen wird
jedes Jahr schwerer. Wie ich das so sehe, wirst du jetzt schon ein
anständiges Lungenvolumen brauchen!“ sie kicherte, hörte aber sofort damit
auf, als Snape herumschwang und ihr aus zusammengekniffenen Augen höchst
giftige Blicke zuwarf. Madam Hooch schluckte. “War doch nur ein Spaß,
Severus”, sagte sie kleinlaut.
“Behalten Sie nächstes Mal Ihre ach so witzigen Kommentare gefälligst für
sich oder ich werde Sie verhexen, dass Ihnen Hören und Sehen...” bellte er
wütend, wurde aber vom Direktor unterbrochen.
“Aber aber, Severus. Nimm doch nicht alles immer so schrecklich ernst. Heute
ist dein Geburtstag. Du solltest dich amüsieren. Nun komm schon, blas die
Kerzen aus, ich bestehe darauf.”
“Wenn es sein muss…” murrte Snape. Dumbledore konnte eine richtige
Nervensäge sein, aber immerhin war er der Direktor. Missmutig schwang Snape
seinen Zauberstab und löschte damit die Kerzen.
“Oh”, sagte er und schaute griesgrämig in die lächelnden Gesichter, “und
falls sich jemand fragt, was ich mir gewünscht habe. Mein Geburtstagswunsch
war es, in Ruhe gelassen zu werden. Wenn ihr also bitte... Ich habe zu
unterrichten.”
Er durchquerte energischen Schrittes den Raum, nahm einige Rollen Pergament
aus seinem Fach und fegte aus dem Lehrerzimmer, während seine lange schwarze
Robe hinter ihm her flatterte.
***
Endlich Ruhe! Snape setzte sich an seinen Schreibtisch und atmete
erleichtert auf. Wenn er denjenigen erwischte, der sein Geburtsdatum
herausgefunden hatte, würde er es ihn bitter bereuen lassen.
Nicht genug damit, dass seine Kollegen diese „Party“ im Lehrerzimmer
arrangiert hatten, beim Mittagessen hatte er auch eine unglaubliche Menge
Geburtstagseulen bekommen. Er hatte gehofft, die Nachricht von seinem
Geburtstag habe die Schwelle des Lehrerzimmers nicht übertreten, aber
anscheinend hatte jemand die Botschaft verbreitet. Er hatte sogar
Glückwünsche auf rosafarbenem, parfümiertem Pergament erhalten von einer
anonymen Gratulantin, die sich „KathleenOHara“ nannte. Das ging definitiv zu
weit. Was zu viel war, war zu viel. Er hatte den Stapel Geburtstagskarten
mit der Spitze seines Zauberstabes berührt und ihn mit einem Knall in ein
Häufchen qualmender Asche verwandelt, während er finstere, drohende Blicke
in Richtung der Schülertische warf, wo einige Schüler neugierig die Hälse
gereckt hatten.
Endlich, endlich war er allein. Keine lästigen Glückwünsche, kein
schrecklicher Gesang oder alberne Torten...Torten. Sein Blick fiel auf die
Geburtstagstorte, die vor ihm auf dem Schreibtisch stand. Er hatte nicht zu
Abend gegessen, weil er es vorgezogen hatte, der Großen Halle fernzubleiben,
um noch mehr Peinlichkeiten zu vermeiden. Nun, es war niemand da. Er konnte
also getrost...
Mit dem Zauberstab schnitt er ein kleines Stück Torte ab. Es sah köstlich
aus. Herzhaft biss er hinein.
Plötzlich flog die Tür auf und ein sehr verwirrt dreinblickender Draco
Malfoy erschien. „Entschuldigen Sie vielmals die Störung, Professor, aber da
draußen steht eine Horde...äh...Muggel im Flur. Sie sagen, sie wollten zu
Ihnen.“
Snape hatte das Stück Torte fallen lassen und war aufgesprungen. Er hustete
und spuckte winzige Kuchenkrümel, während er versuchte, das Stück Torte
herunterzuschlucken. “Muggel??!” rief er schließlich.
Malfoy nickte. “Sie nennen sich The Potion Master’s Muse und bestehen
darauf, dass man sie zu Ihnen durchlässt.”
Snape rang vergebens um Beherrschung. Sein Gesicht wurde rot, die Adern an
seinem Hals begannen gefährlich zu pulsieren. „RRRrrrrrrrrrrrrrrraussss!!“
brüllte er, vom Zorn übermannt. “Ich wünsche, dass man mich in Ruhe lässt!!
Und sagen Sie diesen Muggeln, dass sie es bitter bereuen werden, wenn sie
nicht verschwunden sind, wenn ich bis zehn gezählt habe.”
Draco schluckte. “Ja, Professor.” Er drehte sich um und ging.
Snape ließ sich zurück in den Stuhl sinken. Es war vielleicht kein schöner
Zug, aber sie ließen ihm ja gar keine andere Wahl. Entweder er belegte sie
allesamt mit einem Gedächtniszauber oder er würde dieses Affentheater jedes
Jahr wieder erleben müssen. Hatte Dumbledore nicht gesagt, er solle sich
amüsieren? Nun, das würde er ganz bestimmt. Mit einem schiefen Lächeln griff
er nach seinem Zauberstab und stand auf.
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